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Artikel-Matching & Datenübernahme aus Shopware

Wenn Sie den Shopware 6 API Connector in einem bereits befüllten Shop in Betrieb nehmen, sind dort in der Regel schon Produkte, Bilder, Eigenschaften und Kategorien vorhanden. Diese müssen nicht neu angelegt werden. Stattdessen ordnet der Connector die vorhandenen Shopware-Objekte den passenden Artikeln in Business Central zu („Matching") und übernimmt bei Bedarf zusätzliche Daten. Das ist der wichtigste Schritt, um Duplikate zu vermeiden und beide Systeme sauber zu verheiraten.

Diese Seite beschreibt den vollständigen Ablauf ausführlich: vom grundlegenden Prinzip über die einzelnen Übernahme-Bausteine (Bilder, Attribute, Varianten, Kategorien) bis hin zur Fehlerbehebung.

Warum Matching so wichtig ist

Jedes Objekt in Shopware besitzt eine eindeutige technische Kennung – die ID. In Business Central wird diese Kennung als Web-ID am jeweiligen Datensatz gespeichert (z. B. SOUSHW Web ID am Artikel). Solange keine Web-ID gesetzt ist, betrachtet der Connector das Objekt als „noch nicht verknüpft" und würde es beim nächsten Upload neu anlegen. Genau das führt zu Dubletten. Das Matching sorgt dafür, dass die richtige Web-ID gesetzt wird, bevor der erste Upload läuft.

Schritt 1 – Produkte per SKU zuordnen

Grundlage ist der Abgleich über die Artikelnummer. Der Connector sucht in Shopware nach einem Produkt, dessen productNumber (SKU) exakt der Artikelnummer in Business Central entspricht, und übernimmt dessen Shopware-ID als Web-ID.

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Nummern prüfen

Stellen Sie sicher, dass die Artikelnummer in BC und die SKU/productNumber in Shopware übereinstimmen. Nur dann kann der automatische Abgleich greifen.

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Abgleich starten

Starten Sie den Artikelabgleich. Der Connector ruft die Shopware-Suche (search/product) mit dem Filter productNumber = Artikelnummer auf.

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Web-ID wird gesetzt

Wird genau ein Treffer gefunden, wird die Shopware-Produkt-ID als Web-ID gespeichert. Der Artikel gilt danach als verknüpft; künftige Änderungen gehen als PATCH.

Den technischen Ablauf mit Flussdiagramm beschreibt die Seite Produkt-Matching per SKU & Web-ID.

Schritt 2 – Varianten und übergeordnete Artikel

Besitzt ein Produkt in Shopware Varianten (z. B. Farbe/Größe), kann der Connector den übergeordneten Artikel (Parent) automatisch anlegen und die zugehörigen Kind-Artikel verknüpfen. Die Variantenachsen werden dabei als Option 1, Option 2 und Option 3 abgebildet. Welche Property Group die Farb- bzw. Größenachse darstellt, steuern Sie über die Konfiguration (Label und ID der Farb-/Größen-Eigenschaft). Details unter Varianten abgleichen (Farbe & Größe).

Schritt 3 – Attribute & Eigenschaften abgleichen

Damit Filter und Eigenschaften im Shop weiter funktionieren, sollten die Attribute (Property Groups) und deren Optionen verknüpft werden, statt sie doppelt anzulegen. Die Aktion Attribute abgleichen vergleicht vorhandene Shopware-Attribute anhand ihres Namens mit den BC-Artikelattributen. Bei einer Übereinstimmung werden Web-ID, Web-Attribut und Synchronisiert gesetzt – es werden keine neuen Attribute angelegt. Die zugehörigen Optionswerte werden anhand ihres Werts abgeglichen.

Eine ausführliche Anleitung inklusive Namens- und Wert-Matching, Mapping-Feldern und Stolperfallen finden Sie unter Attribute & Eigenschaften (Property Groups) abgleichen.

Schritt 4 – Was kann sonst noch übernommen werden?

Bilder & Medien

Coverbild und weitere Artikelbilder werden zugeordnet; das Coverbild wird als Standardbild in BC gesetzt. Bilder-Download

Attribute & Optionen

Property Groups und ihre Optionen werden per Namens-/Wert-Abgleich verknüpft. Attribute abgleichen

Kategorien & Kanäle

Vorhandene Kategorien und Verkaufskanäle werden zugeordnet, damit die Sichtbarkeit erhalten bleibt. Kategorien

Hilfsfunktionen

  • Excel-Import: Unterstützt die Datenübernahme, indem größere Zuordnungslisten strukturiert eingelesen werden.

  • Doppelte Web-IDs bereinigen („Fix Duplicated Web IDs"): Sind versehentlich mehrere BC-Artikel mit derselben Shopware-ID verknüpft, bereinigt diese Funktion die Dubletten.

Doppelte Web-IDs bereinigen

Duplikate entstehen typischerweise, wenn vor dem Matching bereits hochgeladen wurde oder wenn Artikelnummern nicht eindeutig waren. Gehen Sie so vor:

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Ursache eingrenzen

Prüfen Sie im Aktivitätsprotokoll, welche Artikel als Neuanlage statt als Update übertragen wurden.

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Bereinigung ausführen

Nutzen Sie Fix Duplicated Web IDs, um doppelte Verknüpfungen aufzulösen.

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Nummern korrigieren

Sorgen Sie für eindeutige, konsistente Artikelnummern und wiederholen Sie den Abgleich für die betroffenen Artikel.

Empfohlenes Vorgehen (Best Practice)

  1. Erstdaten laden (Zahlungs-/Versandarten, Steuern, Kanäle, Kundengruppen usw.) – siehe Shopware Erstdaten laden.

  2. Kategorien und Tags aus Shopware herunterladen, damit die Zuordnung steht.

  3. Attribute abgleichen, damit Eigenschaften/Filter verknüpft sind – siehe Attribute & Eigenschaften abgleichen.

  4. Produkte per SKU matchen und Varianten verknüpfen.

  5. Testlauf mit wenigen Artikeln, Ergebnis prüfen, dann in Wellen ausrollen.

Fehlerbehebung

Produkt wird doppelt angelegt

SKU/productNumber stimmen nicht überein – Nummern angleichen und vorhandenes Produkt matchen.

Attribut nicht verknüpft

Name weicht ab (Groß-/Kleinschreibung, Leerzeichen). Namen angleichen und erneut abgleichen.

Variante fehlt

Farb-/Größen-Eigenschaft nicht korrekt konfiguriert – Label/ID prüfen.

Bild nicht übernommen

Medien-Infos abrufen bzw. Standardbild neu setzen.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet der Connector zwischen Aktualisieren und Neuanlegen eines Produkts?

Die Entscheidung fällt über die „SOUSHW Web ID“: Ist sie gefüllt, wird das bestehende Shopware-Produkt per PATCH aktualisiert. Ist sie leer, legt der Connector das Produkt neu an (POST) – nach einer vorherigen Duplikatsuche per search/product auf die Artikelnummer.

Werden nicht mehr zugewiesene Kategorien, Tags oder Attribute in Shopware entfernt?

Ja. Bei einer Aktualisierung ruft der Connector Product_UnAssign_Categories, Product_UnAssign_Tags und Product_UnAssign_Properties auf und entfernt Zuordnungen, die in Business Central nicht mehr gesetzt sind. So entspricht die Zuordnung in Shopware exakt dem aktuellen BC-Stand.